Archiv für die Kategorie ‘Lebanon’

Hisbollah Museum in Mleeta

Mittwoch, 09. März 2011

Das Hisbollah-Museum hat im letzten Juli mitten im nirgendwo in den Bergen des Südlibanons aufgemacht und es ist gar nicht so einfach dort hinzukommen. Der Berg, auf dem das Museum eröffnete, ist der, wo die Hisbollah aus ihrer Sicht im 33-Tage-Krieg 2006 die Israelis besiegt hat. Da gibt es sicherlich zwei Sichtweisen. Auch sonst ist der Großteil eine einzige Propaganda-Show, aber auf jeden Fall mal sehr interessant direkt mit der Hisbollah und ihren Ansichten in Kontakt zu kommen (und da man einen persönlichen Guide bekommt, der einen durch das Museum führt, kommt man tatsächlich mit den Leuten in Kontakt).


Ich mag den Panzer mit dem Knoten in der Mündung ;-) wobei man das nicht als nen pazifistisches Symbol werten sollte… Pazifistisch sind die Jungs von der Hisbollah dort ganz und gar nicht :-/


Der heilige Krieg?


Libanon- und Hisbollah-Flagge


Karte mit möglichen Angriffszielen in Israel… praktischerweise gleich mit GPS-Koordinaten… gruselig.

Byblos & Qadisha Valley/Bcharré

Montag, 07. März 2011

Eigentlich wollte ich mir ja keine römischen Ruinen mehr ansehen, aber Byblos lag auf dem Weg… war aber eher uninteressant.

Besser war es da schon in Bcharré, einem kleinen Ort in den Bergen, wo das Qadisha Valley endet. Dieses ist etwa 50km lang und größtenteils eine ziemliche tiefe Schlucht, überm Valley liegen dabei die höchsten Berge des Landes (über 3000m), die bis in den April mit Schnee bedeckt sind. Im April ist es im Libanon also möglich an einem Tag im Mittelmeer schwimmen zu gehen und Ski zu fahren. Außerdem ist das Valley seit Jahrhunderten eine Hochburg maronitischer Christen.


Byblos


Blick in den Abgrund

Beirut

Samstag, 05. März 2011

Eine krasse, vom Bürgerkrieg gezeichnete und kontrastreiche Stadt mit etwa 50% Moslems und 50% Christen, dazu noch 200000 Palästinensische Flüchtlinge die in Vorstadtghettos leben. Hier treffen wirklich Welten aufeinander. Auf der einen Seite Hedonismus pur mit einem unglaublichen Nachtleben und mehr Porsches, Ferraris etc. auf der Straße als in Blankenese, auf der anderen Seite Konservatismus, Armut und ausgebombte Häuser.


Skyline & Promenade


Sexual Intifada… jepp, ich denke das würde dem Friedensprozess im Nahen Osten gut tun!


Eines der vielen früher-bestimmt-mal-schön-gewesenen Gebäude in der Innenstadt


Auf “Sicherheit” und Überwachung wird heute im kosmopolitischen Stadtzentrum viel Wert gelegt, überall sieht man auch Soldaten und sogar Panzer rumstehen, die z.B. verhindern, dass Touris Fotos von ausgebombten Gebäuden machen


Shatila, einer der Stadtteile in dem 99% der Einwohner palästinensische Flüchtlinge sind


Spielplatz in palästinensischen Farben, die in Shatila sowieso überall allgegenwärtig sind


Die Lebensumstände hier sind wirklich nicht gerade als angenehm zu bezeichnen